Über zwei Drittel der deutschen Stiftungen fördern Jahr für Jahr Projekte anderer Stiftungen, Vereine oder Personen.

Viele Millionen Euro werden jedes Jahr von Stiftungen bereit gestellt, damit neue Projekte angestoßen oder bewährte Aktivitäten fortgeführt werden können. Darüber hinaus gewinnen weltweit Kooperationen zwischen Non-Profit-Organisationen und Unternehmen stark an Bedeutung. Die Gründe sind vielschichtig. So nimmt die Konkurrenz in den allgemeinen Fundraisingkanälen weiter zu und die Finanzkraft der öffentlichen Hand weiter ab.

In der Wissenschaft gilt es mittlerweile als erwiesen, dass zusätzliche finanzielle Ressourcen nicht mehr primär von der Vielzahl der klassischen Spender kommen werden, sondern im Wesentlichen von erfolgreichen Unternehmen, Förderstiftungen und vermögenden Privatpersonen.

 

Keine Scheu vor Unternehmenskooperationen!

Viele Organisationen scheuen sich jedoch davor, eine Kooperation mit Unternehmen einzugehen, weil die Wirtschaft an sich in ihren Augen nicht kompatibel mit den eigenen Idealen und Wertvorstellungen sein kann. Dabei wird oft verkannt, dass der ökonomische Erfolg von Unternehmen ganz wesentlich auch von Aspekten wie Reputation, Sinnstiftung, Mitarbeiterloyalität und Mitarbeiteridentifikation abhängen und das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen kein „Feigenblatt“ ist, sondern zentrales Element der Wachstumsstrategie und der vom Markt zugesprochenen Zukunftsfähigkeit (im Sinne der „Licence-to-operate“). Unternehmen agieren außerdem nicht um luftleeren Raum, sondern sehen sich als wichtiger Netzwerk-Partner für gesellschaftliche Verantwortung. Das Ideal der Verantwortung ist also bei NPOs und Unternehmen vergleichbar.

Einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Auf dem Weg zur Unternehmenskooperation sind jedoch einige Voraussetzungen notwendig. Kooperationen müssen zuerst einmal von „oben“, sprich von der Leitungsebene gewollt und aktiv vorangetrieben werden. Wenn das nicht der Fall ist, macht das ganze Thema keinen Sinn. Und die Strukturen der Organisation müssen „kooperationsfähig“ sein, sprich das Projekt muss in der Organisation strukturell und personell integrierbar sein. Wichtig ist auch eine tiefgehende Potential-Analyse und ein klares Anforderungsprofil um u.a. zu wissen, welche Unternehmen man ansprechen will und welche nicht (weil sie nicht kompatibel mit der Satzung oder dem Leitbild sind). Grundsätzlich bedeuten die ersten Kooperationen für beide Seiten immer auch Orientierungs- und Suchbegegnungen in einem bisher eher unbekannten Terrain, aber auf gleicher Augenhöhe! Für die Organisationen heißt das, sich auf den privatwirtschaftlichen Sektor einzustellen; dazu gehören u.a. folgende Aspekte: mögliche Erwartungen und Zielvorstellungen antizipieren, eine klare Strategie für die Kooperation (Ziele, Handlungskonzept, Kennzahlen, Zeitplan, Verantwortlichkeiten, vertragliche Aspekte), die Organisations-Positionierung, eindeutige Nutzenaussagen zur Zusammenarbeit (Case for Support), Wissen um innerbetriebliche Abläufe/“Zwänge“/Prozesse, Wissen um die „Sprache“ der Unternehmen, Kenntnis der relevanten Fachabteilungen/Ansprechpartner und Entscheider in den Unternehmen.

 

Wann liegt eine gute Kooperation vor?

Eine gute Kooperation liegt dann vor, wenn sie weit über das „Tue-Gutes“ hinausgeht und die strategischen Ziele der Organisation und des Unternehmens direkt positiv im Sinne von Mehrwerten für beide beeinflusst. Dabei stehen neben den monetären Leistungen auch Fragen der gemeinsamen Zielerreichung im Fokus. Beide, Organisationen und Unternehmen müssen sich daher einige Fragen stellen: Sind unsere grundsätzlichen Ziele und unsere Projekt-Ziele im Besonderen identisch? Sprechen wir gemeinsame Zielgruppen an? Gibt es eine gegenseitige Steigerung des Bekanntheitsgrades und einen wertsteigernden Imagetransfer? Passt die „Chemie“, vertrauen wir uns gegenseitig?

 

Die Vorteile und Chancen sind enorm

Wägt man das „Soll“ und das „Haben“ einer Unternehmenskooperation ab, überwiegt für die NPOs eindeutig das „Haben“. Die Potentiale sind enorm, und die Chancen und Vorteile auch:

  • Unternehmenskooperationen erweitern die finanziellen Möglichkeiten zur Erreichung Ihrer Organisations- und Projektziele

  • Unternehmenskooperationen bauen Barrieren ab und stärken das gegenseitige Verständnis zwischen Wirtschaft und sozialem Sektor

  • Kooperationen fördern die Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit der NPOs in der Öffentlichkeit.

  • neue Zielgruppen können angesprochen werden

  • Unternehmenskooperationen gewährleisten die Gewinnung von Ehrenamtlichen über den Projektzeitraum hinaus

  • Unternehmenskooperationen ermöglichen neue Kontakte zu Wirtschaft und Politik

  • Wissenstransfer in den sozialen Sektor

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